Gut verteilte Etappen
Ich sitze in Navarrenx in einer Gîte und habe mir frische Eier mit Salami, Zwiebeln und Chilis gekocht. Heute Morgen hatte ich ein beachtliches Frühstück, mit dem ich gut in den Tag starten konnte. Die Etappen waren schön verteilt: erst 9,5 km, dann 8 km und dann noch 13,5 km. Also geistig wie körperlich gut zu verarbeitende Etappen. „Shit in the wood“ war heute wieder angesagt. Und: Es geht von Mal zu Mal besser. ;-) Gestartet bin ich mit einem superschönen Sonnenaufgang.
Heute Morgen traf ich einen Deutschen mit seiner ungarischen Frau und deren ungarischem Neffen, der das Ganze ganz still und ruhig genoss. Sie sind auch auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Mit einer Stunde Pause in Sauvelade war ich um 14:30 Uhr in Navarrenx. Ging richtig gut und zügig voran heute.
Unterwegs hatte ich noch das Vergnügen, einen sich an Pferdemist labenden Schmetterling zu fotografieren. Mann, war das mühsam, das Tierchen mit der kleinen Kamera halbwegs scharf abzulichten! Die Verkäuferin in dem kleinen Laden in Sauvelade war, wie es der Führer beschreibt, wirklich nicht die Netteste. Egal: was zu futtern und zu trinken, und mit den Füßen in der Sonne Pause gemacht.
Sagenhaft: die Pyrenäen
Wie schon gesagt, um 14:30 Uhr war ich da. Erst mal zwei eiskalte Bierchen gekauft und genüsslich durch meine ausgedörrte Kehle fließen lassen. Duschen, Wäsche waschen und zwei Stunden schlafen haben mir sehr gutgetan. Eigentlich war’s ein unspektakulärer Tag, bis auf die grandiose Sicht auf die Pyrenäen. SAGENHAFT! Es sind noch 61 km bis Saint-Jean-Pied-de-Port.
Noch 61 km bis Saint-Jean-Pied-de-Port.
Die drei Pilger aus der Gîte von gestern waren auch da. Ich habe mich dann noch ganz nett mit der Ungarin unterhalten. Ich glaube, sie hat’s nicht leicht mit ihrem Mann, der schon ziemlich schwierig ist. Man spürt es schon an einer einfachen Unterhaltung mit ihm. Ich gehe heute noch Fußball schauen. Eine Flasche Rosé 2005 für 2,50 € habe ich mir gegönnt.
Nachtrag Heute, am 19. Februar 2008, sitze ich in meinem Arbeitszimmer, schreibe wieder mal ein, zwei Tage meines Tagebuchs und wünschte, ich wäre wieder unterwegs.