Mein Jakobsweg 2006 · Tag 64

Sahagún – Mansilla de las Mulas

📅 Freitag, 07.07.2006🚲 Abschied von Heiner✍️ Neuer Stift🍷 Rotwein mit Daniel

Umanandkruscherln

Ohne Wecker bin ich nur vom Umanandkruscherln der anderen Pilger wach geworden. Leckeren Café getrunken, Brot mit Marmelade gegessen, und um 6:30 Uhr ab auf den Camino. Wegen meiner Löcher in den Füßen zog ich es heute vor, die Lowas anzuziehen. Muss mir unbedingt in der nächsten Apotheke Fußpilzsalbe besorgen. Ich freue mich schon auf den Erklärbär! Es macht mir schon echte Sorgen, so kurz vor dem Ziel.

Da ich erst um 6:30 Uhr los bin, war der Camino wie leer gefegt. ;-) Unterwegs traf ich wieder auf Heiner Lörs, meinen Radlfreund. Ich musste ihn noch mal nach seinem Namen fragen. Mann, war das peinlich! Ich zerstreuter Hund. Das wird nun wohl unser letztes Treffen auf dem Camino gewesen sein, da es mit dem Rad nun mal schneller geht. Schade!!!

Neuer Stift, neue Zeilen

Keine Wolke am Himmel, und ich habe nur noch 19 km vor mir, 19 habe ich schon hinter mir. Juhu! Ich sehe gerade die Dänin, sie ist den längeren Weg gelaufen. So, hier kommt ein neuer Stift zum Tragen, der alte gab nix mehr her.

Det ist heut der 9.7.06, und isch weeß nüscht mehr von vorjestern.

Auf alle Fälle stellten sich die verbleibenden 19 km nicht als Problem dar. In einem kleinen Ort traf ich auf Theo und ’ne junge, fesche Potsdamerin, deren Namen ich leider auch vergessen habe. ;-( Wir schwätzten, was das Zeug hielt, und liefen gemeinsam weiter.

Mansilla de las Mulas

Am Abend traf ich Johann in der Herberge von Mansilla de las Mulas – ein herrlicher Name – und ging mit ihm zum Abendessen. Daniel, ein Franzose, schloss sich uns an. Heute sollte es ein „Pilgermenü“ geben. Na ja! Das habe ich sehr selten, wenn überhaupt, nur zweimal in Anspruch genommen, da ich gern in den kleinen Läden den verschiedensten essbaren Dingen fröne. Daniel bestellte und bezahlte einen ausgesprochen guten Rotwein für uns drei. Mann, war das schön!

Der Kerl sprach Englisch, Französisch und Spanisch. Mehr über ihn sollte ich später noch erfahren. Jedenfalls war’s ein schöner Abend. Mit Johann habe ich mich bei einer Flasche leckerstem Rosé lange unterhalten.

SUPER TAG – SUPER HERBERGE – SUPER DORF – SUPER ABEND

PS Muss jetzt zum Endspiel!!!!!!!!!!!!